Die Mühlenstraße
Die Mühlenstraße verlaüft vom Marktplatz Richtung Nordwest entlang am Henkerhaus zur linken, dem Kriegerdenkmal und dem alten Friedhof zur rechten Seite vorbei an der Schule und dem St.-Georgen-Hospital hinauf zum Mühlenberg. 

Kriegerdenkmal
Das Kriegerdenkmal
 
Hinter dem ehemaligen Mühlentor (heute leider nicht mehr vorhanden), kurz hinter dem Verlauf der Stadtmauer auf der rechten Seite steht das Kriegerdenkmal. Am 19.10.1890 wurde das Denkmal für die gefallenen Helden der Kriege 1864 und 1866 sowie 1870/71 eingeweiht. Die Höhe des Denkmals beträgt 9 Meter und die 2,5 Meter hohe Victoria wurde aus poliertem Granit erstellt. 1952 wurde noch eine Gedenktafel für die im Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 gefallenen Söhne der Stadt angebracht. Dem gegenüber steht das sowjetische Ehrenmal zur Erinnerung und Mahnung an die im zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetische Soldaten.
Auf der rechten Seite folgt der alte Friedhof, der im Laufe der Pest-Jahre 1598 notwendiger Weise angelegt werden mußte. Die Massengräber sind längst eingeebnet worden, der Friedhof wird aber noch genutzt.
Kronprinzenstrasse
der Kronprinzessinenweg - die heutige Mühlenstraße
links die Schule und rechts der Friedhof)
 
 
Links (gegenüber dem alten Friedhof) steht das Schulhaus der Geschwister-Scholl-Schule aus rotem Backstein. Die Schule wurde 1876 erbaut. Auf dem Gelände des heutigen sowjetischen Ehrenmals befand sich der Sportplatz, der bis zum angrenzenden Park reichte. In den Jahren um 1929 mußte für den Schulbesuch der Kinder auf der Volksschule pro Kind und Tag ein Reichspfennig bezahlt werden. Und obwohl 1930 ein weiteres, neues Schulgebäude überfällig war, wurden im Rahmen der damaligen Notverordnungen auch noch acht Lehrerstellen abgebaut. Zu Zeiten des Endes des zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude als Lazarett umfunktioniert. Anschließend wurde es wieder als Gesamtschule genutzt. Weil die Räume nicht ausreichten, um der nach dem Kriege eingeführten, allgemeinen Schulpflicht zu genügen, wurde auf dem hinteren Gelände des heutigen Gymnasiums, entlang der Alten Lohmühlenstraße, ein Baracken-Komplex als eine Art Erweiterung des Schulgebäudes verwendet. Nach Fertigstellung der späteren Hermann-Duncker-Schule (heutige Gesamtschule an der Ladeburger Chaussee gelegen), wurden die Baracken als Kindergarten und Kinderbibliothek genutzt. Nach der politischen Wende im Jahre 1989, folgte der Bau des heutigen Gymnasiums. Entlang zum Mühlenberg, wo jetzt ein Autohaus steht, kommt man zur rechten Seite am St.-Georgen-Hospital vorbei. Kurz dahinter, vor dem Gelände des Autohaus, befand sich noch vor etwa zwanzig  Jahren ein Streichelzoo mit dem Bernauer Taubenhaus. Allerdings existiert der Streichelzoo heute nicht mehr. Man kann ihn mit etwas Kenntnis aber noch an einem kleinen Teich in Richtung Krankenhaus erahnen.
Der Mühlenberg. Hier nun, wo sich heute ein Autohaus und Gärten befinden, standen früher die weithin sichtbaren Bockwindmühlen, die der Straße nach Wandlitz und dem Berg den Namen gaben... Der Mühlenberg