Der Pulverturm 

Die Stadt Bernau besitzt neben der Mauer mit den Lughäusern und dem Steintor als Teile der ehemaligen Verteidigungsanlage auch zwei Rund- oder Wachtürme. Der eine Turm gehört zum Ensemble des Steintorses und der andere ist der als Pulverturm bekannte Turm im westlichen Teil der Stadtmauer. Beide Türme sind im unteren Teil mit Feldsteinen und darüber mit Mauersteinen und Kalkmörtel kreisrund erbaut worden. Vom ersten Stockwerk bis auf Erdbodenhöhe blickt man im Pulverturm in ein Verlies hinab, das eine runde Einstiegsöffnung hat. In dieses Verlies konnte man nur mittels einer langen Leiter oder über Taue hinuntergelangen. Die Einstiegsöffnung des Turmes liegt ungefähr 7 Meter hoch. Im Innern des Turmes befinden sich mehrere Balkenlagen. Von einem Stockwerk ins andere gelangt man über Holzleitern. In den Etagen sind verschiedene Schießscharten angelegt, die den Verteidigungscharakter des Turmes dokumentieren. Die obere Begrenzung des Turmes bilden ein gemauerter Zinnenkranz und eine achteckige Pyramide, zu der man nur über Leitern gelangen kann.
Der Pulverturm hat einen Durchmesser von 7,40 Meter, ist bis zum Kranz ca. 21 Meter und bis zur Spitze ca. 25,70 Meter hoch. Der Pulverturm wie auch der Rundturm des Steintores haben also eine beträchtliche Höhe und gehören mit zu den höchsten derartigen Festungstürmen in der Mark Brandenburg. Der Pulverturm